Foto Installation

Technik:
ca. 3000 Privatfotos mit Zeppelinen, 1928-39, je 9 x 13 cm

Edition: 3 + 1 Ex.

Ausstellungen | exhibitions:
HIMMELREICH, Zagreus Projekt, Berlin, 2012
HŒHERE WESEN, Zeppelin Museum Friedrichshafen, 2011/12

Ankauf öffentliche Sammlung | purchase public collection

Presse:
Berliner Zeitung: „Genießen ohne Absturzgefahr“
SÜDKURIER: „Monument der Flüchtigkeit“
Schwäbische Zeitung: „Eine Katastrophe wird zum Kunstobjekt“

 

HŒHERE WESEN

DE

Der Titel entsprang Zufallsfunden von privaten Zeppelin-Fotos, geknipst von begeisterten Zeitgenossen. Dabei den Fotoapparat startklar zu bekommen und auch den rasch dahinziehenden Zeppelin noch im Sucher zu behalten, war in den 1920-30er Jahre keine leichte Aufgabe. Allzu oft drohte das Luftschiff bereits hinter Gebäuden zu verschwinden. Und manchmal kam es dann zu einem Häuseranschnitt als schwarze Ecke im rechten oberen Bildrand.
„Höhere Wesen befahlen: rechte obere Ecke schwarz malen!“ titelte Sigmar Polke 1969 sein berühmtes Bild. Die Erklärung wird er uns für immer schuldig bleiben. Eine in seinem Sinne ironische Interpretation jedenfalls ist die Korrelation zu Zeppelinen und den Fotos mit den schwarzen Ecken. Die Ausstellung beginnt mit diesen „Höheren Wesen“, die seit allen Zeiten einen unkontrollierbaren Fotoreflex auslösen. Warum? Werden sie wie höhere Wesen verehrt? Oben und Unten, Macht und Unterwerfung, Sinnbild für Fernweh und Traumreisen, all das impliziert das Wolkenschiff ZEPPELIN.