Burg-Gymnasium
Hinter der Burg 6
73614 Schorndorf

Lage: google.maps

Kunst und Bauen | public art: permanent installation

Realisierung: 2018

Dimensionen:
7 x 8 x 8 m, Module je 2 m lang

Technik:
27 Module, Aluminium, farbig eloxiert, Solarzellen, Motor-Propeller, Elektronik

Technique:
27 modules, colour-anodized aluminium, solar cells, motor propeller, electronics

Wettbewerb | competition: invited

Einweihung | inauguration: 21. September 2018

Publikation:
Burg-Gymnasium – Einblicke in den Neubau, 2018

Presse:
Schorndorfer Stadtnachrichten, 27. September 2018
Schorndorfer Nachrichten, 11. September 2018
Stuttgarter Zeitung, 27. März 2018
Schorndorfer Nachrichten, 27. März 2018
Stuttgarter Nachrichten, 27. März 2018
Schorndorfer Wochenblatt, 29. März 2018

Links:
www.bg-schorndorf.de
www.bjw.de
www.wettbewerbe-aktuell.de
www.schorndorf.de

IN OMNES PARTES

DE

Das Burg-Gymnasium der Daimlerstadt Schorndorf ist für die Schüler und Schülerinnen eine Art richtungsweisende Relaisstation. Vom Burg-Gymnasium aus gehen die Absolventen in alle Richtungen – IN OMNES PARTES. Von hier aus müssen sie ihren Bildung-, Berufs- und Lebensweg finden. Im Burg-Gymnasium bekommen sie den geistigen Proviant und die Fähigkeiten, um diese Reise zu meistern. Veränderungsbereitschaft und Offenheit für neue Entwicklungen sind Leitbilder des Burg-Gymnasiums. Diese Beweglichkeit vermittelt auch die Kunstinstallation im Atrium des Neubaus. Ihre materialökonomische Lebendigkeit zeichnet sich durch visuelle Leichtigkeit, minimalistische Zielstrebigkeit und klare Linienführung aus.  Die Antriebsenergie ist zukunftsweisend das Sonnenlicht. Seit dem Siècle des Lumières steht das Licht als Metapher für Bildung und Aufklärung. Aufgeladen mit „Bildungs“-Energie bewegt sich die Installation in alle Richtungen – IN OMNES PARTES. Der lateinische Titel ist auch als Verweis auf den Ursprung Schorndorfs als Straßenkreuzung der Römerzeit lesbar.

Der 10-m-hohe Luftraum im betongrauen Atrium des Schulneubaues ist die Bühne für ein schwebendes, mobiles Raumgemälde in leuchtenden Farben. Durch die vier Glasdachflächen fallen Sonnenlichtstreifen in die Halle. An den drei Betontraversen, die das Glasdach unterbrechen, hängen an feinen Stahlseilen farbige Stäbe in verschiedenen Ebenen. Sie sind exakt waagerecht ausbalanciert und können sich horizontal drehen. Im Tagesverlauf wandern besonnten Streifen durch das Atrium. Trifft Sonnenlicht auf die Solarzellen der Stäbe, dann leitet die Solarenergie eine horizontale Drehbewegung des Stabes ein. Je nach Besonnung starten die Stäbe unvorhersehbar, führen ein unberechenbares Eigenleben und verändern permanent die Konstellation des Gesamtbildes.